Antonio Barahona gehört zu jenen Malern, die das Licht nicht als Begleiterscheinung begreifen, sondern als eigentlichen Gestalter ihrer Bilder. Seine Arbeiten erzählen von den stillen Innenhöfen, Patios und schmalen Gassen Andalusiens. Also Orten, deren Atmosphäre weniger durch Architektur als durch das wandernde Licht geprägt wird.
Weiße Wände werden zu Projektionsflächen für Reflexionen, Schatten und Farbtemperaturen. Konturen entstehen, lösen sich wieder auf und verleihen den vertrauten Motiven des Südens eine beinahe schwerelose Präsenz. Pflanzen, Türen und Fenster bleiben bewusst zurückhaltend. Sie sind Orientierungspunkte in einer Komposition, deren eigentliche Hauptrolle das Licht übernimmt.
Barahonas Motive zeigen selten Figuren und die somit temporär unbelebten Schauplätze wirken wie durch den Alltag inszenierte und für jeden zugängliche Bühnenbilder.
Der Künstler interessiert sich dabei aber weniger für das Erzählerische als für den flüchtigen Augenblick.
Seine Malerei hält jene Momente fest, in denen Räume ihren Charakter verändern und Licht selbst zur Architektur wird.
Zwischen traditioneller andalusischer Bildkultur und einer modernen, auf Atmosphäre konzentrierten Malerei entstehen Werke von großer Ruhe, Klarheit und zeitloser Präsenz. Sie laden den Betrachter dazu ein, nicht das Motiv zu suchen, sondern den Raum zwischen Licht und Schatten.
Öl auf Holz 40 x 60cm
2.900,00 €
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